Feste

Mitgliederversammlung

„Schwierigste Unterschrift meines Lebens“ 

Es war voraussichtlich die letzte Versammlung an einem geschichtsträchtigen Ort und entsprechend emotional war die Stimmung: Die Kolpingsfamilie Warendorf traf sich am Freitag im Saal des eigentlich geschlossenen Kolpinghauses zu ihrer diesjährigen Mitgliederversammlung. Die Tinte unter dem Verkaufsvertrag ist seit wenigen Tagen trocken – das Haus gehört nicht mehr der Kolpinghaus GmbH & Co. KG. „Das war die schwierigste Unterschrift, die ich in meinem 80-jährigenLeben geleistet habe“, berichtete Paul Wiedenlübbert bei der Zusammenkunft sichtlich ergriffen von der Vertragsunterzeichnung mit der Firma Elmer. „Die Kolpingsfamilie verliert ihre Heimstätte“, betonte er. Über die Zukunft des Kolpinghauses spekulierte er nicht: „Herr Elmer hat versprochen, dass er etwas Vernünftiges will.“ Gut zwei Jahre könne es noch dauern, bis die bisherige Eigentümergesellschaft abgewickelt sei, blickte Wiedenlübbert in die Zukunft.

Was dann mit dem Vermögen passiert, sei einem Beschluss der Gesellschafterversammlung vorbehalten. „Ich meine, dass die Gesellschaft auch eine kleine Verpflichtung hat, auch an die Zukunft der Kolpingsfamilie zu denken“, ist Wiedenlübbert sicher. Persönlich sehe er die Möglichkeit, die Kolpingsfamilie mit einem Stiftungsfonds zu unterstützen. Für die Kolpingsfamilie bedeutet das, dass sie sich einen neuen Ort für ihre Zusammenkünfte suchen muss: „Wir überlegen jetzt, wo wir unterkommen können. Eine Möglichkeit könnte ein Pfarrheim sein, eine andere Möglichkeit, einen Raum in einem Gasthaus oder Hotel zu mieten“, erläuterte Vorstandsmitglied Franz-Josef Hälker der „Glocke“. Doch bei Letzterem müsse man eine mögliche Saalmiete bedenken. Beschlossen wurde auf der Mitgliederversammlung eine Anpassung der Mitgliedsbeiträge sowie die dafür erforderliche Satzungsänderung. Notwendig geworden war das, weil das Kolpingwerk Deutschland die Beitragsregelungen geändert hatte. Der Kolping-Beitrag setzt sich aus den Beiträgen zum Verband, zur verbandseigenen Stiftung und dem Ortsbeitrag zusammen. Lediglich letzteren könne man vor Ort verändern, erläutert Vorstandsmitglied Ralf Erpenbeck. Eine Möglichkeit, von der die Kolpingsfamilie Warendorf Gebrauch macht: „Wir haben den Ortsbeitrag leicht gesunken“, sagte Kassiererin Susanne Korte. 

S chwierige Situation der Kirche: Täglich ein Austritt

 Kassiererin Susanne Korte erklärte, warum der Ortsbeitrag etwas verringert werden konnte: Möglich sei das dank einer zufriedenstellen den Finanzlage, Dennoch werden die Beiträge steigen - für ein Ehepaar beispielsweise von 59 auf 63 Euro. Man schaffe aber auch die Möglichkeit, Mitglieder über Sozialbeiträge und einen Sozialfonds zu unterstützen: „Wenn dieser Fall eintritt, könnt ihr jemanden vom Vorstand ansprechen. Das wird dann ganz vertrauensvoll behandelt“, versprach Ralf Erpenbeck Die neue Beitragsordnung Fand in der Mitgliederversammlung der Kolpingsfamilie eine breite Mehrheit und wurde bei einer Enthaltung und einer Gegenstimme beschlossen. Einstimmig wählten die Kolpingschwestern und -brüder Clive Craggs erneut zum Internetbeauftragten, Hubert Fenke ist neuer Kassenprüfer und löst Wolfgang Seck ab. Margret Bäumker ist weiterhin Kassenprüferin. In einem Rückblick wurde an die gemeinsamen Aktivitäten wie zum Beispiel an die Gartengenusstour, das Josefschutzfest, den Besuch von Mitgliedern der Kolpingsfamilie Dortmund-Bövinghausen oder den Biker-Treff Bockum-Hövel erinnert. Präses Pfarrer Peter Lenfers blickte in seinem Grußwort auf die schwierige Situation der Kirche. „Im Pfarrbüro hagelt es Kirchenaustritte“, zitierte Franz-Josef Hälker den Geistlichen. Aktuell zähle man in Warendorf durchschnittlich einen Kirchenaustritt pro Tag, so Lenfers. „Die Einflussnahme über die Verbände ist wichtig“, dankte er der Kolpingsfamilie für die weitere Mitgliedschaft im Verband. 

Bericht: Die Glocke 26.09.2022

Sommerfest

Zu einer Gartengenusstour starteten Mitglieder der Kolpingsfamilie Warendorf. Vier Gärten sollten an dem Nachmittag besucht werden. Heiner Schoppmann hatte die Idee und so konnten Gärten im Stadtgebiet und auf dem Lande angefahren werden. Nette Schmuckstücke gab es dabei zu sehen, aber auch im Detail schöne kunstvolle Gegenstände bereicherten das Gesamtbild. Gemütliche Ruheecken mit einem Dach von dicht gewachsenem Astwerk und grünen Blättern lud so zum verweilen ein. Oder ein kleiner Park mit gepflegter Rasenfläche, umsäumt von verschiedenem Baumbestand. Auch hier lud zwischendurch eine passend platzierte Sitzbank oder eine kleine Sitzgruppe zum Verweilen ein. Auch gab es eine gepflegte Rasenfläche zu sehen, diese war umsäumt mit bunten Blumen, dazwischen war eine nette kleine Vogeltränke platziert. Dann gab es aber auch noch den kleinen Gemüsegarten zu sehen. Zu ernten gibt es hier verschiedene Sorten wie Bohnen, Erbsen Salat oder Tomaten. Auch ein Gewächshaus bei der Aufzucht verschiedener Sorten. So konnte von den Teilnehmern viel bestaunt werden, oder auch Anregungen mit nach Hause genommen werden.

Der Thron beim Sommerfest der Kolpingsfamilie Warendorf mit von links
Manfred Wagner (Vorsitzenden Team), Ann-Claire Gerbaulet, Heiner Schoppmann, Petra Erpenbeck, Ralf Erpenbeck,
Königin Anne Löhrs, König Christian Fehrenkämper, Agnes Hokamp, Helmut Hokamp, Caren Ohlmeyer, Dirk Ohlmeyer

Maiandacht

Auf dem Anwesen der Familie Gerbaulet versammelten sich Gäste und Mitglieder der Kolpingsfamilie Warendorf zur Maiandacht. Im Vordergrund steht eine blumengeschmückte Marienfigur, mitgebracht von Heinz Büscher. Aufgrund der unbestimmten Witterung wurden die Vorbereitungen im Haus getroffen.

Der Mai steht ganz im Zeichen der Mutter Jesu: Maria. Was war sie wohl für ein Mensch? Anne Löhrs und Maria Wagner haben die Andacht vorbereitet und trugen verschiedene Gedanken dazu vor. Auch einige Marienlieder wurden zwischen den verschiedenen inhaltlichen Beiträgen gesungen. Gebetet wurde zur Mutter Gottes: wir bitten um deine Hilfe um den Frieden in unserem Land und überall auf der Welt.

Zum Abschluss bedankten sich die Teilnehmer bei Familie Gerbaulet mit einem Blumenpräsent, das wieder einmal die Andacht auf dem Anwesen stattfinden konnte.

Für ihre mehrjährige Mitgliedschaft in der Kolpingsfamilie Warendorf wurden geehrt hinten von links
Ann-Claire Gerbaulet (Vorstand), Heiner Schoppmann (25 Jahre), Heiner Dahlhoff (40 Jahre),
Werner Altefrone (40 Jahre), Mechthild Baumann (40 Jahre), Paul Wiedenlübbert (60 Jahre),
Martin Hülsmann (für Ulrike Hülsmann 40 Jahre), Anne Löhrs (Vorstandsteam), Ferdi Wiedenlübbert (60 Jahre),
Heinz Tholen (65 Jahre), Hermann Schröder (70 Jahre), Bernhard Brokamp (65 Jahre), Hans-Joachim Cillessen (40 Jahre).

30 Jahre Seligsprechung

In der Kölner Minoritenkirche wurde jetzt eine feierliche Messfeier zur Erinnerung an die Seligsprechung Adolph Kolpings gehalten. 30 Jahre ist es her, am 27. Oktober 1991, da wurde Kolping in Rom selig gesprochen. In der Minoritenkirche ist die Grabstätte Kolpings, zu seinen Lebzeiten war es auch eine seiner Wirkungsstätten. Die Messfeier wurde in einem Lifestream übertragen. Gehalten wurde sie vom gerade neu gewählten Generalpräses des internationalen Kolpingwerkes Msgr. Christoph Huber, er ist damit der 10. Nachfolger des Gesellenvater und Verbandsgründer Kolping.

Auch Mitglieder der Warendorfer Kolpingsfamilie sind 1991 zur Seligsprechung nach Rom gefahren und konnten an diesem Ereignis beiwohnen. Seit dieser Zeit gibt es auch eine enge Freundschaft mit der ebenfalls dort getroffenen Kolpingsfamilie aus Dortmund Bövinghausen. So konnte im Jahr 2016 mit den damaligen Vorsitzenden Peter Rehbein und Bruno Stratmann die 25 jährige Freundschaft mit einer gemeinsamen Fahrt nach Hameln gefeiert werden.

Coronabedingt konnte eine Fahrt in diesem Jahr nicht geplant werden. Dieses ist für das kommende Jahr vorgesehen. Weiterhin arbeitet das Kolpingwerk fleißig auf die Heiligsprechung des Priesters hin.

Das Bild zeigt die alte und neue Führung der Kolpingsfamilie Warendorf mit von link dem ehemaligen Vorsitzenden
Martin Hülsmann und dem neuen Leitungsteam Manfred Wagner, Anne Löhrs und Ralf Erpenbeck